Ecosystem

eHealth-Innovationen für mehr Lebensqualität bei Multimorbidität.

Schnittstellen

Interoperabilität ist für ATMoSPHÄRE und die Kommunikation zwischen den medizinischen und sozialen Leistungserbringern aufgrund der Vielzahl von eingesetzten IT-Systemen ein wesentlicher Faktor. Dieser ist unter anderem durch gemeinsam verstandene Definitionen, wie zum Beispiel die des Patienten und der zu ihm bekannten medizinischen und sozialen Informationen, sowie deren Wiederverwendbarkeit gekennzeichnet.

Willkommen in der bunten Vielfalt internationaler Standards

Im Ecosystem ATMoSPHÄRE stehen auf dem FHIR-Standard (Fast Healthcare Interoperability Resources) basierende Schnittstellen bereit. Die in den Standrad-Profilen der IHE (Integrating the Healthcare Enterprise), HL7-Familie (Health Level 7) und xDT-Familie definierten Kommunikationsmuster zum strukturierten Informations- und Dokumentenaustausch sind ebenfalls etabliert.

Da diese Standards zur Kommunikation zwischen medizinischen (ärztlichen) Einrichtungen entwickelt wurden, war es notwendig das Autorisierungskonzept deutlich zu erweitern und damit den Zugang auch für nichtmedizinische Dienstleister zu öffnen.

Hierfür wählten wir auf Basis der internationalen Spezifikationen einen generischen Ansatz der es uns nun erlaubt, mittels des Policy-Managements organisations-, rollen- oder auch personsspezifische Zugriffsrechte bis zur Eigenschaftsebene eines Informationselements zu definieren (Beispiel: Der Dienstleister „Essen auf Rädern“ kann in der Akte nur Informationen zu Allergien vom Typ „Lebensmittel“ einsehen). Das Einverständnis des Patienten ist hierfür natürlich die Grundvoraussetzung.

Zu Erprobung von Use-Cases in der geriatrischen Versorgung oder der Nutzung der folgenden Standardschnittstellen stehen wir gern zur Verfügung.

ATMoSPHÄRE spricht RESTful

Das Aktensystem von ATMoSPHÄRE basiert auf FHIR (Fast Healthcare Interoperable Resources) und kombiniert die besten Eigenschaften von HL7 v2, HL7 v3 und CDA Profilen unter der Nutzung der neuesten Web-Technologien mit engen Fokus auf Umsetzbarkeit und Interoperabilität.

Mehrwerte:

  • Nahtloser Austausch von Informationen und Nachrichten, Dokumenten über eine RESTful-API.
  • HL7 V2- und CDA-Standards können weiterhin genutzt werden.
  • Ontologiebasierte Zuordnungen stellen die Kompatibilität von Daten über Systemgrenzen hinweg sicher.
  • Konformität mit der ISO 21090 (Health informatics - Harmonized data types for information interchange) und der ISO 13606-Familie (Health informatics - Electronic health record communication)

Der FHIR-Standard setzt sich aus den Bausteinen „Resources“, „Referenzen“ und „Profilen“ zusammen.

  • Resources sind kompakte, logisch diskrete Einheiten des Datenaustausches mit einem wohldefiniertem Verhalten und eindeutiger Semantik. Sie sind die kleinste Einheit der Übermittlung.
  • Referenzen: Resources können mit Hilfe von Referenzen (Links) auf andere Resources verweisen. Dadurch verknüpfen sich die Informationseinheiten zu einem Netzwerk, das eine vollständige Patientenakte abbilden kann.
  • Profile: Die Kombination von Resources unterliegt keinen Beschränkungen. Wie einzelne Systeme Resources verwenden und kombinieren, wird in Profilen definiert. Profile sind das Regelwerk für die Definition eines Services. Sie erklären, welche Resources und Extensions ein System kommunizieren und speichern kann. Die in ATMoSPHÄRE genutzten Profile können https://simplifier.net/GerontoNet nachgeschlagen werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der FHIR-Referenz

Elektronische Fallakte - Dokumentenbasierter Informationsaustausch

Für den dokumentenbasierten Informationsaustausch kann auf den im ATMoSPHÄRE bereitgestellten Fallaktendienst zurückgegriffen werden. Die Umsetzung der einzelnen Systemkomponenten des Fallaktendienstes berücksichtigen das IHE Profil XDS (Cross-Enterprise Document Sharing), diesem internationalen Standard folgend, stehen folgende Komponenten zur Nutzung bereit:

  • Der Context Manager baut den Sicherheitskontext zur Nutzung von Fallakten auf und verwaltet die darin bereit gestellten Sicherheitsnachweise des Teilnehmers.
  • Der Resource Manager stellt ein Verzeichnis zur Verwaltung von Fallakten und bereit.
  • Document Registry stellt ein Verzeichnis zur Verwaltung von Dokumenten bereit.
  • Document Repository hält die registrierten Dokumente vor und stellt sie für berechtigte Nutzer zum Abruf bereit.

Wesentlich sind dabei die folgenden Transaktionen und deren Abhängigkeiten für die Nutzung des Fallaktendienstes

  • ITI-14: Register Document Set
  • ITI-15: Provide and Register Document Set
  • ITI-16: Query Registry
  • ITI-41: Provide and Register Document Set – b
  • ITI-42: Register Document Set – b
  • ITI-43: Retrieve Document Set

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem "IT Infrastructure Technical Framework Volume 3 (ITI TF-3) Cross-Transaction Specifications and Content Specifications".

Elektronische Fallakte - Nachrichtenbasierter Informationsaustausch

Zur Übermittlung der Patienteninformationen werden HL7- und xDT-Nachrichten eines externen Systemens von einem lokal installierten Kommunikationsdienst entgegengenommen, verarbeitet und an die ATMoSPHÄRE gesendet. Eingang und Verarbeitung der Nachrichten werden entsprechend durch den Kommunikationsdienst quittiert.

HL7 v2

Zur Übermittlung der Patienteninformationen werden die folgenden ADT-Nachrichten verarbeitet:

  • ADT^A01 - admit/visit notification
  • ADT^A02 - patient transfer
  • ADT^A03 - discharge/ end visit

Zur Übermittlung der Behandlungsinformationen werden anhand von Einzeldokumenten per MDM-Nachricht die folgenden Nachrichtentypen unterstützt:

  • MDM^T02 - Original Document Notification and Content
  • MDM^T04 - Document Status Change Notification and Content
  • MDM^T08 - Document Edit Notification and Content
  • MDM^T11 - Document Cancel Notification
xDT

Zum Informationsaustausch werden werden aus der xDT-Familie die folgenden Datei-Formate unterstützt:

Metadaten-Reposotory - Definitionen für semantische Interoperabilität

Zur generischen Beschreibung der jeweiligen Informationseinheit werden im aufgebauten Metadaten-Repository die Bedeutung (Semantik) der verwendeten Nutz- und Informationselemente hinterlegt. Das Metadaten-Repository bietet somit ein kontrolliertes Vokabular (Syntax: XML Schema Definition auf Basis von CDA Level 3) und kann maschinenlesbare, strukturierte Aussagen über Datenelemente (konzeptuelle Domänen oder Wertebereiche basierend auf internationalen Klassifikationen wie ICD, ICF, LONIC, ICHA, etc.) treffen.


Inhaltliche Funktionsmodule

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Inhaltliche Funktionsmodule

holistisch und patientenzentriert

Technische Funktionsmodule

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Technische Funktionsmodule

vertraulich und sicher

Schnittstellen

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Schnittstellen

interoperabel und offen